Bester Tour de France Wettanbieter – die Wege durch das Radsport-Angebot

Updated November 2026
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Wer in Deutschland auf die Tour de France setzen will, hat eine Vorauswahl, die er sich nicht selbst zusammenstellen muss: Es gibt nur eine überschaubare Gruppe von Veranstaltern, die dafür überhaupt in Frage kommen. Alle Zehn, die hier unter die Lupe genommen werden, stehen mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis auf der amtlichen Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Das ist keine Formalie, sondern der Kern der Sache: Ohne diesen Eintrag ist jede Wette auf die Rundfahrt in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel. Jede Wahl, die ein Spieler hier trifft, ist deshalb zuerst eine Wahl zwischen unterschiedlich aufgestellten erlaubten Anbietern und erst danach eine Wahl zwischen Quoten.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Stand: 29. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben der Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Radsport ist ein Sonderfall im Wettprogramm. Kein Verein spielt gegen keinen Verein, es gibt keinen Spielplan im üblichen Sinn, sondern einen Streckenverlauf, der ein Jahr im Voraus feststeht. Die Tour de France besteht meist aus zwanzig Etappen nach dem Grand Départ und hat seit dem Dopingskandal von 1998 eine Streckenlänge von rund 3500 km. 1903 waren es 2428 km, 1926 dann 5745 km – die Rundfahrt hat sich also lange vor der ersten Sportwette auf sie verändert und tut es weiter. Wer sich einen Veranstalter für Radsport sucht, sucht jemanden, der drei Wochen lang ein Programm lebendig hält: Etappensieger, Gesamtwertung, Trikotwertungen, Duelle. Genau daran trennt sich die Spreu.

Radsportwetten verstehen: Vom Grand Départ bis zum Wettschein

Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet, die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Veranstalter ist seit 1992 die Amaury Sport Organisation (ASO). Aus diesen zwei Sätzen folgt fast alles, was einen Radsport-Wettschein von einem Fußball-Wettschein unterscheidet. Es gibt ein Datum, einen Ort und einen Streckenverlauf, der Monate vorher veröffentlicht wird, und es gibt keinen kurzfristigen Ausfall, der eine ganze Partie ersetzt. Ein Grand Départ, ein Zielort, ein Ruhetag – daran hängt der gesamte Wettkalender eines Juli.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Was ein Rennen anders macht als ein Spiel

Ein Fußballspiel ist nach 90 Minuten entschieden und die Wette mit dem Abpfiff. Die Tour ist ein Ereignis mit Dauer. Die 21 Etappen der diesjährigen Ausgabe zogen sich über 3.245 km von Barcelona nach Paris, vom 4. bis 26. Juli 2026. Drei Wochen, in denen derselbe Wettschein gültig bleibt, in denen ein Fahrer stürzt, ein anderer im Zeitfahren zwei Minuten verliert und die Gesamtwertung kippt. Wer auf den Gesamtsieg setzt, bindet Kapital für einen Monat. Wer auf eine Etappe setzt, bindet es für einen Nachmittag. Das ist der erste echte Unterschied im Angebot, und er ist größer als der Unterschied zwischen zwei Quoten derselben Wette.

Ein Einzelrennen, drei Wettprogramme in einem

Radsportwetten auf die Rundfahrt verteilen sich auf drei Ebenen, die man sauber auseinanderhalten muss. Auf der ersten Ebene steht die Gesamtwertung, also die addierte Zeit aller Fahrer über alle Etappen. Auf der zweiten Ebene steht die Tagesetappe, ein eigenes Rennen für sich mit eigener Reihenfolge im Ziel. Auf der dritten Ebene stehen die Wertungen, die quer zu beiden laufen: die Punktwertung, die Bergwertung und die Nachwuchswertung. Die Tour vergibt dafür vier Trikots – das gelbe für den Fahrer mit der besten Gesamtzeit, das grüne für den Punktbesten, das gepunktete für den besten Kletterer und das weiße für den besten Nachwuchsfahrer. Jedes dieser Trikots ist ein eigener Markt mit eigener Logik. Ein Sprinter kann das grüne Trikot gewinnen, ohne jemals in Führung der Gesamtwertung zu stehen; ein Kletterer sammelt am Berg Punkte für das gepunktete, während er in der Gesamtwertung chancenlos ist.

Was ein Fahrerfeld für den Wettschein bedeutet

Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern statt wie bis 2017 aus neun. Das klingt nach Statistik, hat aber Folgen für den Wettschein. Ein Team mit acht Fahrern kann sich nicht mehr so breit über eine Bergetappe verteilen wie früher, und die Zahl der Fahrer, die ein Team kontrollieren kann, ist kleiner. Auf Duell-Wetten – Fahrer A schlägt Fahrer B – wirkt sich das unmittelbar aus, weil ein einzelner Helfer weniger da ist, um einen Kapitän über einen Pass zu ziehen. Für die Serie „Anquetil, Merckx, Hinault, Indurain, Pogačar“ gibt es inzwischen fünf Namen mit je fünf Gesamtsiegen. Rekordsieger sind also nicht mehr Anquetil oder Merckx allein.

Das Radsport-Angebot im Vergleich: Wer führt welches Rennen

Nicht jeder erlaubte Anbieter pflegt die Disziplin gleich gut. Fußball steht überall, Radsport nicht. Die erste Frage an ein Wettprogramm lautet deshalb nicht, wie hoch die Quote auf den Gesamtsieg ist, sondern ob der Anbieter einen Markt darüber überhaupt führt – und ob er in der Lage ist, ihn drei Wochen lang täglich zu erneuern.

Die zweite Frage betrifft die Tiefe. Ein Anbieter kann einen Gesamtsieger-Markt anbieten und sonst nichts. Ein anderer bietet zusätzlich Etappensieger, Trikotwertungen und Duelle Fahrer gegen Fahrer. Für einen Spieler, der die Rundfahrt als Ganzes verfolgt, ist die zweite Sorte Anbieter mehr wert als eine Zehntelquote Vorsprung auf einen einzigen Markt. Die Marge frisst den Vorsprung ohnehin schneller, als man denkt – dazu später mehr, denn dieser Punkt wird in keiner Produktbeschreibung freiwillig erwähnt.

Streckenverlauf statt Spielplan

Die Austragungsdaten und der Streckenverlauf ersetzen im Radsport den Spielplan. Ein Bergankunft-Freitag ist für Wetten etwas anderes als ein Zeitfahrsonntag: Auf der Bergankunft entscheiden Sekunden zwischen den Kapitänen, im Zeitfahren entscheiden Minuten zwischen den Gesamtwertungskandidaten. Wer sein Wettprogramm nach der Strecke plant, kann auf Etappen mit hoher Streuung setzen, also auf Fahrer, die in einer Ausreißergruppe durchkommen, und auf Etappen mit geringer Streuung, wo die Favoriten unter sich bleiben. Beide Etappentypen pauschal zu bespielen ist die zuverlässigste Art, den eigenen Einsatz zu verbrennen.

Was ein gutes Radsport-Programm auszeichnet

Drei Dinge lassen sich prüfen, ohne einen Cent einzuzahlen. Erstens: Erscheinen die Märkte vor dem Grand Départ oder erst am Morgen der Etappe? Zweitens: Bleiben die Quoten während einer Etappe beweglich, und gibt es überhaupt Live-Wetten auf die laufende Etappe? Drittens: Werden die Trikotwertungen als eigene Märkte geführt oder nur als Randnotiz zum Gesamtsieger?

Sportingbet führt im Wettangebot unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker und arbeitet mit einem „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten. Sportartenlisten solcher Art sind das ehrlichste Dokument, das ein Anbieter hat: Sie zeigen, worauf der Veranstalter seine Ressourcen legt. Wo die Liste lang ist und der Radsport still bleibt, liegt die Priorität eben woanders.

Live-Wetten auf die Tour de France: Was der Vertrag erlaubt

Live-Wetten sind der wunde Punkt jedes deutschen Sportwetten-Angebots, und Radsport macht es nicht einfacher. Nach § 21 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags sind Wetten während eines laufenden Ereignisses nur auf dessen Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Treffer im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht.

Auf eine Etappe übertragen bedeutet das: Der Endausgang der Etappe ist live bespielbar, Einzelereignisse innerhalb der Etappe sind es nicht. Wer live auf den Sieger einer Bergankunft setzen will, findet dafür in der Regel ein Fenster. Wer live darauf setzen will, dass ein bestimmter Fahrer genau an diesem Kilometer angreift, findet es nicht. Diese Grenze ist gesetzlich gezogen und keine Produktschwäche des einzelnen Anbieters – kein erlaubter Veranstalter in Deutschland darf das eine anbieten und das andere nicht. Nur der Endausgang bleibt während des Rennens ein handelbarer Markt.

Warum die Live-Quote später kommt

Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Das gilt auch für einen Tagesetappensieg: Die Wette wird während des Rennens gehandelt, aber nicht ausgezahlt, solange das Rennen läuft. Wer live spielt und plant, das Geld noch am selben Abend weiterzuverwenden, plant an dieser Regel vorbei. Es gibt keine gesetzliche Obergrenze pro Wetteinsatz im Sportwetten-Bereich, aber einen Anbieter, der eine Etappe live anbietet, muss die Etappe auch tatsächlich abrechnen können – und das kann dauern, bis die Zielankunft offiziell bestätigt ist.

Was Cash Out betrifft, so ist dazu keine gesetzliche oder behördliche Regelung zu finden. Ein Cash-Out ist damit ausschließlich ein Feature des jeweiligen Anbieters und nach dessen eigenen Bedingungen zu beurteilen. Betway zeigt das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“ an; der Wert der Wette wird dort ausgewiesen und kann ganz oder in Teilen ausgezahlt werden. Das ist eine Auszahlung vor dem Rennende, die auf den Regeln des Veranstalters beruht, nicht auf einem Anspruch aus dem Glücksspielstaatsvertrag.

Tour-de-France-Quoten verstehen: Auszahlungsquote und Marge

Jede Quote auf einem Wettschein enthält einen Betrag, der nie beim Spieler ankommt. Er hat einen Namen: Quotenschlüssel oder Auszahlungsquote. Er bezeichnet den Anteil aller Einsätze auf einen Markt, den dieser Markt zurückzahlt, und errechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Der Rest ist die Marge – der Teil, den der Veranstalter behält.

Rechnen wir es an einem Beispiel durch. Nehmen wir einen Markt mit nur zwei Ausgängen, der Gesamtsieger einer Rundfahrt also nicht, sondern ein Duell zwischen zwei Fahrern, und unterstellen wir beiden Seiten eine Quote von je 1,90. Die Auszahlungsquote liegt dann bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also bei etwa 95,2 %. Die Marge, die darin steckt, beträgt also rund 4,8 % – unterstellt, beide Seiten stehen bei 1,90. Diese Werte sind ein Rechenbeispiel und keine Angebotsangabe eines Anbieters. Sobald die beiden Quoten nicht identisch sind, verschiebt sich beides, und je mehr Ausgänge ein Markt hat, desto schwerer ist die Marge am einzelnen Wettschein zu erkennen. Bei einem Siegermarkt mit zwanzig Fahrern ist die eingebaute Spanne schon ohne Rechnung spürbar: Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten liegt dort regelmäßig deutlich über 100 %.

Was der Marge-Anteil praktisch kostet

Der Unterschied zwischen rund 4,8 % und einem schlechteren Markt wirkt auf einen einzelnen Wettschein klein. Über eine Saison gesehen ist er es nicht. Wer bei der diesjährigen Rundfahrt dreißig Wetten zu je 10 € platziert, setzt 300 € um. Bei einer Marge um 5 % gibt die Summe der Wetten im statistischen Mittel rund 15 € an den Veranstalter ab, bevor die erste Wette entschieden ist. Bei den 21 Etappen der diesjährigen Ausgabe ist ein solches Pensum keine Fantasie, sondern ein Nachmittag pro Renntag.

Genau hier schlägt die Werbung mit den besten Quoten zu. Winamax bewirbt sich im Footer seiner eigenen Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Diese Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Hälfte der untersuchten Quoten gewann der Anbieter also nicht. Und die Studie umfasst drei Sportarten, von denen keine Radsport ist. Für einen Radsport-Wettschein trägt sie nichts.

Die Marge nachrechnen statt Quoten glauben

Der eigene Wettschein ist der bessere Prüfstand. Bildet man für einen Markt die Kehrwerte der Quoten und addiert sie, steht am Ende eine Zahl über eins. Wie weit sie darüber liegt, verrät die Marge des Marktes – und zwar Punkt für Punkt, auf den Markt, den man tatsächlich bespielen will. Ein Veranstalter mit einer guten Quote auf ein Fußballspiel kann bei einem Radsport-Duell unterdurchschnittlich stehen. Wer vor der Rundfahrt zwei oder drei seiner geplanten Märkte so durchrechnet, weiß danach mehr über das Angebot als über jede Quotenvergleichsseite.

Die Rechtslage für Radsportwetten in Deutschland

Deutschland trennt scharf zwischen erlaubten und nicht erlaubten Anbietern, und die Trennlinie verläuft nicht entlang der Quote. Das Glücksspiel staatsvertrag 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und überwacht sie nach § 28a. Ein erlaubter Veranstalter darf ein fixes Quotenverhältnis auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, auf Vorfälle darin sowie als Einzel- oder als Kombiwette anbieten – das regelt § 21 Abs. 1. Er darf dabei aber nur die Sportwettarten anbieten, die die Behörde zugelassen hat, und die stehen im jeweils genehmigten Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist als einzige Prüfung

Die amtliche Whitelist nach § 9 Abs. 8 ist die einzige Prüfung, die zählt. Ihre Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge auf: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei weitere Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede dort gelistete Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Endung allein beweist nichts. Nur die unter der Sporterlaubnis aufgeführte Domain nimmt Sportwetten ab. Eine Erlaubnis für Spielautomaten, Online-Poker oder Online-Casino eines Inhabers ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt nichts über dessen Sportwette aus. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1; in der Whitelist stehen nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum. Wer wissen will, ob ein Anbieter aktuell erlaubt ist, schaut in diese Liste und in keine andere Quelle.

Was verboten bleibt

Nach § 21 Abs. 1a sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren unzulässig – in der Behördenpraxis gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls gesperrt, ebenso Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. E-Sport ist nach Angaben der Behörde nicht bespielbar; E-Sport wird nicht als Sport anerkannt, eine erlaubte E-Sport-Wette existiert in Deutschland also nicht.

Für Wetten ohne deutsche Erlaubnis gilt: Wer sie Menschen in Deutschland anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde hat Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – sie nannte dabei unter anderem Platincasino. Im Strafrecht steht die Veranstaltung nach § 284 StGB unter Strafe bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung dafür bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt – das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Die Aufsicht arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren nach § 9.

Warum Gerichte die Frage noch offenhalten

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt und will klären lassen, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus erwächst kein Anspruch für irgendjemanden. Die Rückforderung bleibt eine offene Rechtsfrage, kein Geschäftsmodell.

Was die Erlaubnis den Spieler kostet

Die Rechnung ist ehrlich, und sie geht nicht nur in eine Richtung. Ein Whitelist-Anbieter bietet Rechtssicherheit und Spielerschutz. Er bringt aber auch die Grenzen des Erlaubnisrahmens mit: das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg als Standard, das über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt wird, das eingeschränkte Live-Angebot, die vollständige Verifizierungspflicht und die Vorgabe, nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen einzuzahlen. Bei einem Offshore-Anbieter gibt es diese Grenzen nicht, dafür aber keine Erlaubnis, keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS und keinen deutschen Rechtsweg, wenn eine Auszahlung ausbleibt. Höhere Limits sind kein Vorteil, wenn die Durchsetzung fehlt. Das ist die eigentliche Abwägung dieser Seite.

Wohin die Steuer geht

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18 – das entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags, wie man an 5,3 ÷ 105,3 sieht. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine eigene Entscheidung und nur aus seinen Bedingungen zu beurteilen. Die Angabe „5,3 % vom Einsatz“ ist irreführend; die Steuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter: Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Für Gewinne privater Wettender ergibt sich aus den primären Regelungen nichts Belastbares; hier hilft nur eine Steuerberatung.

Wer werben darf

Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen nach § 5 Abs. 7 überhaupt werben. Das Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino – Sportwetten nicht. Für Sportwetten gelten eigene Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz nach § 5 Abs. 3 und 6. Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder deckelt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters.

Spielerschutz bei dreiwöchigen Rennen

Die Tour ist kein Abendspiel. Drei Wochen, 21 Etappen, jeden Tag ein neues Rennen – das ist genau die Struktur, die ein Budget still aushöhlt. Wer am ersten Ruhetag noch dabei ist und am zweiten darüber nachdenkt, den Einsatz zu erhöhen, gehört zu einer Gruppe, für die der Glücksspielstaatsvertrag besondere Regeln bereithält.

Die Limitdatei und das Einzahlungslimit

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf einem einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler zwischen 10.000 € und 30.000 € – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt nicht. Ein Limit wird sofort gesenkt und erst nach sieben Tagen wieder angehoben. Über ein Jahr gesehen ist das entscheidende Detail nicht der Höchstbetrag, sondern die Nachweispflicht: Wer sein Limit erhöhen will, muss belegen, dass er es sich leisten kann. Im Casino-Bereich gibt es eigene Regeln; ein Casinolimit ist kein Sportwettenlimit.

OASIS, Auszeit und der Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8 und 8a. Anbieter prüfen es bei der Anmeldung und beim Login. Wer sich dort mit einer Befristung sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe einer Frist sind es mindestens zwölf Monate. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst zusätzlich eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Ein Offshore-Anbieter hängt an keinem der beiden Systeme – wer dort spielt, ist von diesen Schutzmechanismen einfach nicht erfasst, unabhängig davon, wie das dortige Spielerschutzmenü aussieht.

Anlaufstellen für Betroffene

Wer merkt, dass die drei Wochen ihn mehr kosten als geplant, findet Hilfe außerhalb des Wettprogramms – bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und in den regionalen Beratungsstellen. Der Weg über die eigene Sperrdatei ist der schnellste: Eine Sperre wirkt bei jedem erlaubten Anbieter gleichzeitig, weil alle dieselbe Datei prüfen.

Die Vorgaben kennen, die es nicht gibt

Zwei Punkte werden häufig durcheinandergebracht. Erstens gibt es keine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz im Sportwetten-Bereich – wer eine solche Zahl erwartet, wird sie in keiner Vorschrift finden. Zweitens gilt der Erlaubnisrahmen nur für Anbieter unter deutscher Erlaubnis. Bei ihnen ist der Monat die Bezugsgröße für den Standard, die Woche nicht. Wer sein eigentliches Limit nicht in der Limitdatei sieht, sondern im Kopf, für den bleibt ohnehin nur der eigene Kassensturz vor dem Grand Départ.

Anbieterwahl nach Budget und Spielweise

Die zehn erlaubten Anbieter sind nicht austauschbar. Sie unterscheiden sich darin, wann sie ihre Erlaubnis erhalten haben und in welchem spielerischen Umfeld sie stehen, und sie unterscheiden sich darin, was sie rund um das Rennen tatsächlich zeigen.

Die folgende Übersicht ordnet die drei Merkmale zusammen, an denen sich die Wahl zuerst entscheidet: der Status auf der Whitelist samt Inhaber der Erlaubnis, das Jahr der ersten Erteilung und der Schwerpunkt des eigenen Angebots. Sie ersetzt keine Prüfung im Einzelfall – das Erteilungsdatum sagt nichts darüber, wie gut ein Programm heute gepflegt wird.

Anbieter Whitelist-Status und Inhaber der Sporterlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit Im eigenen Angebot hervorgehoben
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 –
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 –
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 Quotenwerbung mit Verweis auf eine Odoxa-Studie
VBet Sportwetten-Erlaubnis für VBet, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023 –
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 Konfigurator+ für Fußball und Live-Wetten
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming ohne Radsport
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet, Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 –
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway, Inhaber Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 Cash Out und Wettkonfigurator für Fußball
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026 –
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 –

Die Spanne der Erteilungsdaten ist der aufschlussreichste Teil dieser Übersicht. Zwischen dem 9. Oktober 2020 und dem 22. April 2026 liegen fünfeinhalb Jahre. Dass ein Anbieter länger dabei ist, bedeutet nicht, dass er Radsport besser führt, aber es bedeutet, dass er mehr Zeit hatte, sein Programm zu stabilisieren – ein Buch mit einer Erlaubnis aus dem April 2026 hat gerade erst angefangen, während andere die Rundfahrt schon mehrfach begleitet haben. Ein Enddatum steht zu keinem Eintrag, und eine Spalte mit Enddaten wäre deshalb eine Spalte mit Strichen.

Den passenden Weg finden: drei Spielertypen

Der Gelegenheitsspieler, der einmal im Juli drei oder vier Wetten auf Etappen platziert, braucht ein Programm, das die Tagesetappen sauber führt, und keine Dauerbindung in der Gesamtwertung. Für ihn ist der Unterschied zwischen zwei Anbietern gering, der Unterschied zwischen einem erlaubten und einem nicht erlaubten Anbieter dagegen groß.

Der Spieler, der die Rundfahrt als Ganzes verfolgt, braucht Gesamtwertung, Trikotwertungen und Duelle Fahrer gegen Fahrer in einem Programm. Für ihn zählt, wie tief das Radsportangebot gebaut ist, nicht wie viele Sportarten gelistet sind.

Der Live-Spieler braucht bewegliche Quoten während der laufenden Etappe – und muss akzeptieren, dass der Endausgang des Rennens das einzige ist, was während der Etappe überhaupt gehandelt werden darf. Das begrenzt seinen Spielraum stärker als jedes Produktmerkmal eines Anbieters.

Die zehn geprüften Wettanbieter im Einzelnen

Jeder dieser Anbieter steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Reihenfolge ist die der Übersicht und keine Rangfolge. Was ein einzelner Anbieter an Zahlungsmethoden akzeptiert, regelt er in seinen eigenen Bedingungen – die Whitelist sagt darüber nichts.

ODDSET: die Erlaubnis mit dem ältesten Datum

Für ODDSET führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Oddset Sportwetten GmbH als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb mit Bescheid vom 15.12.2022 erteilt; die Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Hansering 15, 06108 Halle (Saale). In der Whitelist steht das Erstdatum 18.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Damit gehört ODDSET zu den Anbietern, deren Verhältnis zur Behörde am längsten dokumentiert ist.

Die stationäre Erlaubnis ist für einen Teil des Publikums kein Nebensatz. Wer mit Radsportwetten erst anfängt, findet eine Annahmestelle vor Ort leichter als ein Konto mit Verifizierung. Auf der anderen Seite steht die Kehrseite jeder Dauer: Was 2020 begann und bis 2026 geführt wird, ist auch ein Anbieter, dessen Angebot lange gewachsen ist. Ob die Tagesetappen der Rundfahrt dort so gründlich geführt werden wie der Standardwettmarkt, prüft man vor dem Grand Départ, nicht während der ersten Bergankunft. Wer sein Erstkonto sucht und ohnehin nie live setzt, ist bei ODDSET an der richtigen Stelle; wer den ganzen Juli live mitspielen will, wird zuerst das Live-Programm ansehen müssen.

Tiptorro: die App als eigener Weg

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; das Unternehmen beschreibt sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und verweist auf die Whitelist. Der Whitelist-Eintrag selbst führt die Torro Tec Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro.de, erteilt am 30.06.2021 mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Tiptorro tritt als App-Anbieter auf, und für einen Teil der Spielerschaft ist das die einzige Bühne, die zählt. Radsportwetten laufen hier also über ein mobiles Programm – ein Punkt, der für einen Nutzer, der die drei Wochen ohnehin am Telefon verfolgt, mehr wert ist als eine Desktop-Optimierung. Die Selbstbeschreibung als behördlich zugelassener Veranstalter ist korrekt, was die Whitelist betrifft; sie ist aber kein Beleg für die Tiefe des Radsportangebots. Wie viele Etappenmärkte die App führt und ob Duelle Fahrer gegen Fahrer enthalten sind, entscheidet sich im Programm selbst.

Winamax: laute Quotenwerbung und ihr Beleg

Winamax wirbt im Footer der eigenen Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Untersucht wurden Fußball, Tennis und Handball. Für die Sportwetten-Erlaubnis führt die Whitelist die WINAMAX (Société anonyme) mit einer Erlaubnis seit dem 29.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 08.12.2022.

Zwei Dinge stehen hier nebeneinander, und nur eines davon überzeugt. Eine Odoxa-Studie mit fast 3.000 Spielen ist mehr Beleg, als die meisten Anbieter für ihre Quotenbehauptung vorlegen – sie ist keine Erfindung, sondern eine Messung. Sie ist aber eine Messung auf drei Sportarten, die mit Radsport nichts zu tun haben, und selbst dort lag der Anbieter in 55 % der Fälle nicht vorn. „Die besten Quoten“ ist damit eine Aussage über ein Set, das den eigenen Wettschein nicht enthält. Wer im Juli auf die Tour setzt, prüft die Quoten am eigenen Markt.

VBet: Einstieg mit junger Erlaubnis

Als Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de führt die Whitelist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, Portomaso, St. Julian’s, Malta; die Sportwetten-Erlaubnis ist dort seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet. Eine Folgeerlaubnis erscheint zu diesem Eintrag nicht, nur das Erstdatum. Das macht VBet unter den zehn zum jüngeren Zugang zu diesem Markt.

Der Weg des Sitzes führt über Malta, die Erlaubnis gilt trotzdem nur für das deutsche Angebot. Fünfeinhalb Jahre kürzer im Markt als ODDSET ist keine Schwäche für sich genommen, aber es bedeutet weniger Gelegenheiten, in denen ein Programm sich an einer Rundfahrt beweisen konnte. Wer hier einsteigt, prüft die Grundlagen: Ist der Wettschein in der App und im Browser gleich aufgebaut, gibt es eine Live-Ansicht, und wie stehen die Quoten auf ein Fahrerduell? Antworten darauf kosten zehn Minuten und ersetzen jede Bewertung aus zweiter Hand.

Sportingbet: ein Sportartenkatalog und ein Konfigurator

Sportingbet bietet in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und die Sportartenliste umfasst unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Whitelist führt die Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet.de mit Erstdatum 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Der Konfigurator+ ist ein Kombinationswerkzeug: Auswahlen aus verschiedenen Partien lassen sich zusammenstellen, was in einem Sport mit einem einzigen Rennen an einem Nachmittag nur begrenzt greift, über drei Wochen mit 21 Etappen aber durchaus eine Rolle spielt. Der Sportartenkatalog ist dagegen ein Widerspruch, den man aussprechen muss. Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts, Snooker – Radsport wird in dieser Liste nicht genannt. Wer hier auf die Tour setzen will, sollte nicht erwarten, dass ein Anbieter mit so breitem Fußball-Schwerpunkt die Trikotwertungen so führt wie ein spezialisiertes Programm. Für einen Spieler, der die Rundfahrt als Anhängsel zum restlichen Wettangebot betreibt, ist das kein Problem. Für einen Radsport-Fokus ist es einer.

Betano: Bet Builder, Cash Out – und ein Sport, der fehlt

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, also das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. In der Whitelist steht als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis für Betano.de die Betkick Sportsbetting Limited, erteilt am 19.02.2021 mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Das Produktportfolio ist damit klar konturiert – und es ist ein Fußball- und US-Sport-Portfolio. Die drei genannten Funktionen sind bemerkenswert, aber der Radsport taucht in der Aufzählung nicht auf, und das Live-Streaming bezieht sich auf Wettbewerbe, die mit der Rundfahrt nichts zu tun haben. Bet Builder ist für Radsport-Wetten ohnehin ein schwieriges Konzept: Das Kombinieren mehrerer Märkte eines einzelnen Spiels setzt ein Spiel mit mehreren gleichzeitig handelbaren Märkten voraus. Auf einer Etappe bleiben dafür der Endausgang und das Feld der Fahrer. Cash Out funktioniert dagegen grundsätzlich auch auf einem laufenden Rennen, weil es die Wette selbst betrifft und nicht das Ereignis. Wer die breite Sportpalette sucht, ist hier gut aufgehoben; für einen reinen Radsport-Wettschein ist Betano kein naheliegender erster Griff.

NEO.bet: die Verlängerung als einziges Signal

Für NEO.bet ist in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Das ist, was über den Status gesichert ist, und es ist eine der beiden frühesten Erstdaten in dieser Gruppe.

Was NEO.bet rund um die Tour zeigt, lässt sich nicht aus der Erlaubnis ablesen. Ein Erlaubnisdatum von 2020 mit Verlängerung 2022 belegt eine bestandene behördliche Prüfung; es belegt nicht eine einzige Radsportwette. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1 – wer daraus ein Enddatum ableiten will, liegt falsch, denn die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten. Wer NEO.bet in Betracht zieht, prüft die drei Dinge, die sich vor dem Grand Départ klären lassen: Wie schnell erscheinen die Etappenmärkte, gibt es Live-Wetten auf den Endausgang, und lässt sich die Wette vor dem Ziel verkaufen. Die Verlängerung von 2022 ist ein Argument für die Zuverlässigkeit des Anbieters, nicht für sein Radsportprogramm.

Betway: Cash Out mit sichtbarem Wert

Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird dort angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Betway bietet zusätzlich einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, und der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis für Betway.de führt die Whitelist die Betway Limited mit Erstdatum 09.03.2021 und Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Der Cash Out ist hier das interessanteste Merkmal für Radsport, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Fußball zu tun hat. Eine Etappenwette läuft über Stunden, ein Sturz oder ein Defekt verändert die Lage schlagartig, und wer vorher aussteigen kann, hat eine Option, die ein reiner Halte-Wettschein nicht bietet. Der angezeigte Wert ist allerdings der Wert, den der Anbieter zum Zeitpunkt des Ausstiegs für richtig hält, nicht der Erwartungswert der Wette. Der Konfigurator bleibt ein Fußballwerkzeug. Wer die drei Wochen mit einem Ausstiegsschalter verbringen will, hat hier das sichtbarste Werkzeug der Gruppe – vorausgesetzt, der Anbieter führt die Etappe überhaupt im Programm.

Bet3000: die frischeste Erlaubnis im Feld

Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die Behörde die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640 Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000 ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Damit steht Bet3000 am jüngsten Punkt dieser Auswahl, nur wenige Monate vor der Rundfahrt erlaubt.

Eine frische Erlaubnis ist ein zweischneidiges Datum. Sie sagt, dass der Anbieter die behördlichen Anforderungen zum Zeitpunkt der Erteilung erfüllte – und sie sagt, dass er die Tour als erlaubter Veranstalter noch nicht oft begleitet hat. Wer im ersten Jahr nach der Erteilung einsteigt, hat weniger Vergleichsmaterial zur Verfügung als bei einem Anbieter mit Erstdatum 2020, aber auch die Gelegenheit, ein Programm in einer frühen Phase zu beobachten. Für Radsportwetten ist hier nichts weiter bekannt; die Entscheidung hängt damit an der Prüfung, die dem Spieler ohnehin niemand abnimmt: Wie sieht das Radsportprogramm aus, und ist der Gesamtsieger vor dem Start handelbar.

Interwetten: der zweite Eintrag aus Malta

Für Interwetten.de führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigné Point, Sliema, Malta; die Momentaufnahme der Liste datiert vom 2. Oktober 2026. Eine Folgeerlaubnis erscheint zu diesem Eintrag nicht, sondern nur das Erstdatum 02.11.2020.

Interwetten erscheint damit an zwei Stellen fast identisch beschrieben: Sitz Malta, Erlaubnis für die deutsche Domain, Whitelist-Eintrag. Unterschiede zeigen sich erst im Programm, und dort ist die Frage für die Rundfahrt dieselbe wie bei jedem anderen Anbieter – ob die drei Ebenen des Wettangebots, also Gesamtwertung, Etappensieger und Trikotwertungen, tatsächlich geführt werden. Ein Publikumsname aus dem Wintersport verspricht dafür nichts. Wer die Tour als Ergänzung zum Fußballangebot nutzt, findet hier einen Anbieter mit einer der längsten Erlaubnisgeschichten dieser Liste.

Was ein Willkommensbonus im Juli wirklich bedeutet

Der Juli ist für Anbieter die interessanteste Zeit des Radsportjahres, und die Werbung dazu ist im ganzen Monat sichtbar. Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Wer das weiß, liest die Angebote anders.

Für Sportwetten heißt das konkret: Kein erlaubter Anbieter kann sich auf eine staatliche Vorgabe für seine Bonusbedingungen berufen, und keiner tut es. Jede Zahl, die in einer Bonusbeschreibung steht, ist eine Vertragsklausel des Anbieters. Das macht sie nicht unseriös – es macht sie verhandelbar nur im Rahmen der Bedingungen und prüfbar nur am Vertragstext. Für den Spieler heißt es vor allem eines: Die Frage ist nie, wie hoch die Gratiswette ist, sondern was sie zu tun verlangt.

Dazu gehört eine zweite Eigenheit des Radsports. Eine Umsatzbedingung muss innerhalb einer Frist erfüllt werden, und Fristen laufen unabhängig vom Rennkalender. Ein Anbieter, der die Bedingung an die Zahl der platzierten Wetten bindet, trifft im Juli auf ein Publikum, das ohnehin jeden Nachmittag wettet. Wer die Tour verfolgt, hat es also leichter, eine Umsatzhürde zu nehmen, als wer nur am Wochenende Fußball spielt. Aus dem Bonus wird damit in einem vollen Juli unter Umständen ein schnellerer Abschluss als im November – was aber nur besagt, dass die Bedingung einfacher zu erfüllen ist, nicht dass sie dem Spieler zugute kommt.

Schließlich der Punkt, den keine Bonusbeschreibung ausspricht: Jede Bedingung wird an einem Markt erfüllt, und dieser Markt hat eine Marge. Der Einsatz, der die Umsatzhürde abarbeitet, wandert über Preise mit einem eingebauten Abschlag. Ein Angebot, das den Umsatz auf Einsätze verlangt, die mit jeder Wette etwas verlieren, ist deshalb nie gratis – es ist ein Rabatt auf die nächsten Wetten, nicht ein Geschenk für die letzte.

Häufige Fragen zu Radsportwetten auf die Tour

Bei Anbietern, die mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Diese Liste ist die einzige Prüfung, die zählt; eine .de-Domain allein beweist nichts. Nur die dort unter der Sporterlaubnis aufgeführte Domain nimmt Sportwetten ab.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?

Drei Ebenen: die Gesamtwertung als addierte Zeit aller Etappen, der Ausgang einer einzelnen Tagesetappe und die Wertungen quer dazu – das gelbe, das grüne, das gepunktete und das weiße Trikot. Dazu kommen Duelle zwischen zwei Fahrern. Anbieter dürfen nur die im Sportwettprogramm zugelassenen Wettarten führen.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Die Rundfahrt lief vom 4. bis 26. Juli 2026, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, über 21 Etappen und 3.245 km. Sie ist damit ausgefahren und abgerechnet – Gewinne wurden nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wettbar ist jetzt nur noch die nächste Austragung.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur der Endausgang handelbar oder eine ähnliche Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Auf einer Etappe bleibt damit der Etappensieger. Einzelne Vorfälle innerhalb des Rennens sind gesperrt.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?

Die Auszahlung ist der Einsatz mal die Quote. Bei 10 € auf eine Quote von 2,50 kommen also 25 € zurück, davon 15 € Gewinn. Die Marge steckt in der Quote selbst – bei einem Zwei-Weg-Markt mit je 1,90 summiert zu rund 4,8 %, unterstellt, beide Seiten stehen bei 1,90.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Die Steuer beträgt nach §§ 17 und 18 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob ein Anbieter sie weitergibt, regelt er selbst.

Inhalt erstellt vom Team «Onlinewettentipps.com»